Music News


Aktuelle Veröffentlichungen, neue Singles, spannende Meldungen und redaktionelle Empfehlungen aus Blues, Blues-Rock und verwandten Bereichen.



Eine Person spielt Gitarre in einem dunklen, grünlichen Umfeld mit Pflanzen.

Neue Singles

Eric Johanson – Alligator Smile

Dunkler Sumpf-Blues mit Zähnen

Mit „Alligator Smile“ zieht Eric Johanson seine Musik noch tiefer in die Sümpfe Louisianas. Die zweite Vorabsingle aus dem kommenden Album „The Open Bayou“ verbindet schweren Blues Rock, hypnotische Rhythmen und eine bissige Slidegitarre zu einem Sound, der gleichermaßen erdig wie bedrohlich wirkt.

Das Fundament bildet ein schnörkellos arbeitendes Powertrio. Will Repholz am Bass und Jake Gartenstein am Schlagzeug erzeugen einen massiven, beinahe tranceartigen Groove, über dem Johansons Gitarre knurrt, schneidet und immer wieder gefährlich aufblitzt. Hier geht es nicht um technische Selbstdarstellung. Jeder Ton dient der Atmosphäre.

Johanson klingt rau, konzentriert und vollkommen in seinem Element. Seine Stimme passt perfekt zu dieser feuchten, dunklen Klangwelt. Der Song trägt Louisiana deutlich in sich, ohne in den üblichen Swamp-Blues-Klischees stecken zu bleiben. Fuzz, Slide und schwere Rockriffs erweitern das traditionelle Fundament und geben „Alligator Smile“ eine moderne, fast psychedelische Wucht.

Die Produktion bleibt bewusst direkt. Das Stück wirkt nicht glattgezogen, sondern wie eine Liveaufnahme in einem kleinen, heißen Club, irgendwo südlich von New Orleans. Genau darin liegt seine Stärke. Die Band lässt dem Groove Raum, baut Spannung auf und hält den Song über dreieinhalb Minuten konsequent unter Strom.

„Alligator Smile“ ist kein freundliches Grinsen. Es ist das kurze Aufblitzen von Zähnen, bevor es ernst wird. Eine starke Single und ein überzeugender Vorgeschmack auf „The Open Bayou“.

Fazit

Schwer, hypnotisch und tief in Louisiana verwurzelt. Eric Johanson zeigt, wie moderner Blues Rock klingen kann, wenn Tradition nicht als Grenze, sondern als Ausgangspunkt verstanden wird.

Single Info

Künstler: Eric Johanson
Titel: Alligator Smile
Komposition: Eric Johanson
Singleveröffentlichung: 18. September 2026
Album: The Open Bayou
Albumveröffentlichung: 16. Oktober 2026
Label: Levee Ward Records
Stil: Bluesrock, Swamp Blues, Psychedelic Rock
Ausblick: Selbst produziertes Studioalbum mit zehn Tracks, darunter „Shake The Fever“, „Mercy and Madness“, „The Open Bayou“ und „Back Down in New Orleans“


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Das Cover eines Albums mit einem schwarzen Hintergrund, rotem handgeschriebenem Titel 'Hellhounds on My Trail', einer gezeichneten schwarzen Hundes mit blauen Akzenten, roten Augen und blutigen Fangzähnen, und dem Text 'The Zac Schulze Gang' in beige.

Neue Singles

Zac Schulze Gang: „Hellhounds On My Trail“

Bluesrock mit Vollgas, Dreck und Dämonen im Rückspiegel

Die Zac Schulze Gang macht keine Musik für gemütliches Zurücklehnen. Diese Band klingt, als hätte jemand den Blues in einen alten Verstärker gejagt, den Lautstärkeregler zu weit aufgedreht und dann einfach laufen lassen. „Hellhounds On My Trail“ ist genau so eine Nummer: roh, direkt, schweißtreibend und mit dieser ungebremsten Live-Energie, die bei der britischen Band längst zum Markenzeichen geworden ist.

Der Titel führt natürlich sofort tief in die Bluesmythologie. Die Höllenhunde, Robert Johnson, die alte Geschichte vom Musiker, der dem Teufel begegnet sein soll, ist großes, schweres Material. Die Zac Schulze Gang macht daraus aber keine ehrfürchtige Museumsnummer. Sie nimmt den Mythos, wirft ihn in den Motorraum und fährt los.

Musikalisch ist „Hellhounds On My Trail“ ein hart zupackender Bluesrocker mit Punk-Attitüde und klassischem Rock’n’Roll-Schub. Zac Schulzes Gitarre spielt nicht höflich um den Song herum, sie treibt ihn an. Der Sound ist bissig, ungeduldig und bewusst kantig. Dazu kommt eine Rhythmusgruppe, die nicht dekoriert, sondern Druck macht: Ben Schulze am Schlagzeug und Ant Greenwell am Bass halten die Nummer eng, trocken und nach vorn gerichtet.

Besonders stark ist, dass der Song live aufgenommen wurde. Genau das hört man. Hier wurde offenbar nicht versucht, jede Kante glattzubügeln. Die Single lebt von Reibung, Tempo und Spielfreude. Sie klingt nicht nach Studio-Perfektion, sondern nach Bühne, Club, Kabelsalat und verschwitzten Wänden. Das ist bei dieser Band eindeutig die bessere Entscheidung.

Nach dem Debütalbum Straight To It wirkt „Hellhounds On My Trail“ wie eine konsequente Fortsetzung. Die Zac Schulze Gang bleibt bei ihrem Kern: kurze Zündschnur, starke Gitarren, viel Energie und ein Sound, der Blues nicht konserviert, sondern in Bewegung hält. Wer den Blues lieber sauber, weich und zurückhaltend mag, wird hier vermutlich die Möbel festhalten müssen. Wer aber Strom, Tempo und echtes Trio-Feuer sucht, ist genau richtig.

Fazit

„Hellhounds On My Trail“ ist ein rauer, explosiver Bluesrock-Track, der die alte Robert-Johnson-Legende nicht nacherzählt, sondern mit Vollgas ins Heute holt. Die Zac Schulze Gang klingt wild, kompakt und hungrig. Kein polierter Bluesrock für die Vitrine, sondern ein Song, der Staub aufwirbelt und sofort nach Bühne riecht.

Single Info

Künstler: Zac Schulze Gang
Titel: Hellhounds On My Trail
Veröffentlichung: 24. Juli 2026
Produzent: Ian Sadler
Songwriter: Tony Dowler and the Hellhounds
Band: Zac Schulze, Ben Schulze, Ant Greenwell
Stil: Bluesrock, Rock’n’Roll, Garage Blues, Punk Blues
Kontext: Neue Single nach dem Debütalbum Straight To It


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Ein einzelner Mensch läuft durch eine staubige Wüste, begleitet von einem Hund. Der Himmel ist dramatisch mit Wolken, im Hintergrund ist ein Etikett mit dem Text "Eric Steckel Sandstorm".

Neue Singles

Eric Steckel - She’s A Golddigger

Bluesrock mit breitem Grinsen und schwerem Gitarrenton

Eric Steckel hat sein neues Studioalbum Sandstorm angekündigt und liefert mit „She’s A Golddigger“ gleich einen ziemlich handfesten Vorgeschmack. Der Song ist ein Cover von Ronnie Baker Brooks und zeigt Steckel von einer Seite, die man bei seinem oft wuchtigen Bluesrock-Sound nicht immer zuerst erwartet: locker, frech, humorvoll und trotzdem mit ordentlich Druck auf der Gitarre.

Das passt erstaunlich gut. Steckel ist kein Musiker für halbe Sachen. Wenn er spielt, dann steht die Gitarre klar im Zentrum. Doch „She’s A Golddigger“ lebt nicht nur vom Ton, sondern auch vom Augenzwinkern. Der Song hat diesen klassischen Bluesrock-Charakter: eine Story, ein Groove, ein Refrain, der hängen bleibt, und genug Biss, damit das Ganze nicht zur harmlosen Spaßnummer wird.

Gerade diese Mischung macht die Single stark. Steckel nimmt den Song nicht zu ernst, aber er spielt ihn ernsthaft. Das ist ein wichtiger Unterschied. Die Nummer hat Witz, aber sie wird musikalisch nicht zur Karikatur. Der Groove sitzt, die Gitarre knurrt, und die Produktion setzt auf jenen modernen, massiven Sound, mit dem Steckel den Bluesrock seit Jahren Richtung Hard Rock schiebt.

Wer bei Eric Steckel eher die dramatische, schwere Seite sucht, bekommt hier also nicht den großen emotionalen Wüstensturm, sondern eher eine dreckige, gut gelaunte Kneipenszene kurz vor Mitternacht. Das ist keine Schwäche. Im Gegenteil: „She’s A Golddigger“ zeigt, dass Steckel auch dann funktioniert, wenn er den Verstärker nicht nur als Waffe, sondern als Spielzeug benutzt.

Als Ausblick auf Sandstorm ist die Single deshalb interessant. Das kommende Album soll laut Steckel aus einer besonders spontanen und kreativen Studioatmosphäre entstanden sein. Wenn „She’s A Golddigger“ dafür ein Maßstab ist, darf man ein Album erwarten, das neben Druck und Gitarrenfeuer auch mehr Lockerheit und Spielfreude mitbringt als vielleicht erwartet.

Fazit

„She’s A Golddigger“ ist kein tiefschürfendes Bluesdrama, sondern ein energiegeladener, humorvoller Bluesrocker mit starkem Groove und typischem Steckel-Gitarrenton. Gerade deshalb funktioniert die Single so gut: Sie macht Spaß, ohne billig zu wirken, und sie zeigt eine etwas leichtere, aber keineswegs zahnlose Seite von Eric Steckel.

Single Info

Künstler: Eric Steckel
Titel: She’s A Golddigger
Original: Ronnie Baker Brooks
Album: Sandstorm
Albumveröffentlichung: 11. September 2026
Label: OPEN / SPV Recordings
Stil: Bluesrock, Hard Rock, Bluesmetal
Ausblick: Neues Studioalbum mit zehn Tracks, darunter „When It Rains, It Pours“, „Sandstorm“, „Axe To Grind“ und „Back To Life“


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Werbeplakat für das Eric Clapton Crossroads Gitarrenturnier 2026 in Austin, Texas, am 26. und 27. September, zugunsten des Crossroads Centre Antigua. Das Event findet im Moody Center statt und zeigt zahlreiche Musiker wie Eric Clapton, Joe Bonamassa, Gary Clark Jr. und andere, mit Ticketverkauf ab 3. April.

Festivals

Crossroads Guitar Festival 2026

Eric Clapton holt das Crossroads Guitar Festival 2026 zurück auf die große Bühne. Am 26. und 27. September steigt das Benefiz-Event im Moody Center in Austin, Texas, und verspricht erneut ein Gipfeltreffen der Gitarrenwelt zu werden.

Für die siebte Ausgabe hat Clapton ein beeindruckend breit aufgestelltes Line-up zusammengestellt, das Blues, Rock, Americana und Jazz miteinander verbindet. Auch einige prominente Debüts sorgen für besondere Spannung: Pete Townshend, Trey Anastasio, Tommy Emmanuel und Julian Lage stehen erstmals beim Crossroads Festival auf der Bühne.

Clapton selbst wird an beiden Abenden auftreten und damit erneut den musikalischen Kern des Festivals bilden. Das Crossroads Guitar Festival ist seit Jahren nicht nur ein Treffpunkt für Ausnahmegitarristen, sondern auch ein wichtiges Benefizprojekt zugunsten von Claptons Crossroads Centre in Antigua.

Für Gitarrenfans dürfte dieses Wochenende damit zu einem der großen Live-Höhepunkte des Musikjahres 2026 werden.

Vorläufiges Line-up Crossroads Guitar Festival 2026 (Austin):

  • Host: Eric Clapton (beide Abende)

  • Veteranen: Joe Bonamassa, Gary Clark Jr., Billy Gibbons, Buddy Guy, Sonny Landreth, John Mayer, Del McCoury Band, Tedeschi Trucks Band, Jimmie Vaughan

  • Debüts/Special Guests: Trey Anastasio, Tommy Emmanuel, Julian Lage, Pete Townshend