Europas Klima 2025 - Ein Kontinent unter Druck

Europa wird zum Hotspot des Klimawandels

Europa ist inzwischen der sich am schnellsten erwärmende Kontinent. Fast überall lagen die Temperaturen 2025 über dem Durchschnitt.

Die globale Erwärmung liegt aktuell bei rund 1,4 Grad. Die kritische Marke von 1,5 Grad könnte bereits in diesem Jahrzehnt erreicht werden.

Hitze, Feuer und warme Meere

Die Auswirkungen sind deutlich sichtbar.

Europa erlebte eine der stärksten Hitzewellen der Geschichte. Gleichzeitig stiegen die Waldbrandflächen auf Rekordniveau.

Auch die Meere sind betroffen. 86 Prozent der europäischen Wasserflächen waren von marinen Hitzewellen betroffen.

Wenn selbst der Polarkreis ins Schwitzen kommt

Im Sommer 2025 erlebte Nordskandinavien eine außergewöhnliche Hitzewelle.

Über 21 Tage hinweg lagen die Temperaturen deutlich über dem Durchschnitt. In Norwegen wurden fast 35 Grad gemessen.

Das zeigt: Hitze ist längst kein rein südliches Phänomen mehr.

Dürre und Starkregen zugleich

Das Jahr 2025 war von extremen Gegensätzen geprägt.

Große Teile Europas waren zu trocken. Gleichzeitig kam es regional zu Überschwemmungen.

35 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen litten unter extremer Dürre.

Eis und Schnee verschwinden

Die Entwicklung in den Gebirgen und Polarregionen ist eindeutig.

Gletscher verlieren weiter an Masse. Die Schneedecke gehört zu den niedrigsten seit Beginn der Messungen.

Grönland verlor allein 2025 rund 139 Milliarden Tonnen Eis.

Fazit

Der Klimawandel ist in Europa angekommen.

Die Veränderungen sind messbar, sichtbar und spürbar. Hitze, Trockenheit und schmelzendes Eis sind Teil einer neuen Realität.

Die entscheidende Frage ist nicht mehr, ob gehandelt werden muss. Sondern wie schnell.

Quellenhinweis

Dieser Beitrag basiert auf dem Bericht European State of the Climate 2025 von C3S/ECMWF und WMO.

Zitierweise:
C3S/ECMWF und WMO, 2026: European State of the Climate 2025
climate.copernicus.eu/ESOTC/2025
DOI
: 10.24381/zy93-sb27

Der Copernicus Climate Change Service wird vom European Centre for Medium Range Weather Forecasts (ECMWF) im Auftrag der Europäischen Kommission umgesetzt.

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